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Einmal Hartzzz IV und zurück -- Der Podcast über Arbeitsmarktpolitik

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Prolog "Also bei den Kafka-Romanen, da sterben die Leute immer am Schluss. Sie werden auf Steinblöcke gelegt und enthauptet, nachdem sie einmal quer durch den Apparat gezogen wurden. Der Imperativ des Staates wird ihnen mit heißer Nadel auf den Rücken  penetriert . Ich habe mich entschieden, dass mein Protagonist aus  dem  Blogg  Lohn  nicht stirbt. Er lebt noch. So wie der Holzmichel. Er macht das, was so gut wie alle Entrechteten irgendwann machen. Sie schweigen.  Das Sprechen fühlt sich nur so lange wertvoll an, wie man noch an die Sprache glaubt . Wie man noch an der Hoffnung festhält, dass das Wort etwas verändern kann. Und das Wort ist ja nicht nur das Wort. Das Wort ist auch die Ratio. Das Wort ist auch das Gesetz und sogar noch ein bisschen mehr: die Hoffnung, dass wir uns als Menschen schon irgendwie verständigen können. Dass wir schon irgendwie aus unserem Fenster heraus gucken  können , sodass es allen so weit gut geht, wie das eben nach uns...

Hippie Dramaturgie 2 / Warum ich texte NICHT schreibe

  Liebe S.,   du bist wirklich ein beeindruckender Mensch.   Und du kannst einiges tragen. Weißt du. Ich habe gestern gekotzt. Seit morgens habe ich mich komisch und fiebrig gefühlt. Abends habe ich dann nur noch geschlafen und war kurz in Gesellschaft. Völlig unvermittelt kam ein Schwall. Und noch einer. etc. Warum ich das erzähle? Letztens hatte ich dieses Erlebnis nach der Verleihung meines Diploms. Völlig unvermittelt.  Ich behaupte, gespürt zu haben, dass ich damals die ganzen Selbstzweifel abgestoßen habe. So auch gestern. Mich hat der Ton der Mail und zT die Kommentare so zutiefst verunsichert. Zu Recht oder zu Unrecht, das weiß ich nicht.  Aber was ich weiß ist, dass ich diese Selbstzweifel nicht mehr brauche. Das klingt arrogant, aber ist wörtlich gemeint. Ich brauche sie nicht mehr, um mich mit der Welt zu verbinden. Ich habe andere Mittel und Wege, an die ich glaube. Und es kann sein, dass andere Leute sehr wohl brauchen, ihr Umfel...

aka 2025 / Longega / nn space /

 Liebe [Name der Kuratorin] Frau Quast-Gombeck, ich hoffe, es geht Ihnen gut! Es war eine Freude, heute mit Ihnen im Hinterhof sprechen. Ich möchte noch einmal betonen, wie beeindruckt ich von Ihrem Museum, dem WoW, war. Der Name erinnert zwar an World of Warcraft, aber für mich steht es eindeutig für einen Ausruf des Erstaunens und der Bewunderung – „Wow!“. Besonders begeistert war ich von den sieben einzigartigen Räumen, die jeweils eine ganz eigene Atmosphäre schaffen. Was mir besonders gefallen hat, war die Vielfalt der Eindrücke, die die Räume bieten. Zum Beispiel habe ich die unterschiedlichen Gerüche wahrgenommen, die jedem Raum eine besondere Note verleihen. Der Partyraum im Keller und die Michael Jackson Ranch oben waren besonders eindrucksvoll. Der kleine Junge, der dort war, schien auch große Freude zu haben – das hat den Moment noch besonderer gemacht. Die Idee, eine Performance in Ihrem Museum zu veranstalten, finde ich äußerst spannend. Ich habe bereits eine sehr konk...

Lohnichda (sic!) / Work Songs

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 Hast du kein Auto  hast du kein Haus  dann hast du keine Frau und so siehts aus   am 27.7. "seit Ende des Bürgergeldbezuges kein laufender Versicherungsschutz" "Wir benötigen Angaben zu Ihrem beruflichen Status ab dem 1.6." "Rufen Sie uns an. Wir sind für Sie da" //  https://open.spotify.com/intl-de/track/4ESwINFCW9Xv4r4vsaUmdU?si=2259527d2ee4483f

Gastbeitrag: Klasse Rosenfeldt ("Spiegelsaal")

Beschreibung: In einem dunklen Raum entfalten sich Stimmen, Ein Tanz unsichtbar, doch tief empfunden. Körper flüstern, Bewegungen drängen, Im Schatten werden Geschichten leise geknüpft. Theoretischer Einblick: Tino Sehgals "This Variation" schafft eine dynamische und immersive Umgebung, in der die Grenzen zwischen Performer und Publikum verschwimmen. Die Arbeit verlässt sich auf die aktive Teilnahme der Zuschauer, wodurch sie von passiven Beobachtern zu aktiven Teilnehmern werden. Diese Transformation steht im Einklang mit Juliane Rebentischs Konzept der ästhetischen Erfahrung als performative Praxis und erweitert die reflexive Dimension der Kunst auf das Zusammenspiel zwischen Subjekt und Objekt. Sehgals Werk zeigt beispielhaft, wie zeitgenössische Kunst soziale Bindungen und Interaktionen fördert, die über die traditionelle Kunstrezeption hinausgehen. ____ Danke an:  Nikolaus Müller Schöll : Theater heute 12/2012 S. 42-45  Die Redaktion übernimmt für die Beiträge keine Ver...

Editorial: Kunst, die uns verbindet

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Liebe Leserinnen und Leser, willkommen zu einer neuen Ausgabe von "the flowhouse", in der wir tief in die Welt der relationalen Kunst eintauchen. Inspiriert durch Nikolaus Müller-Schölls faszinierenden Artikel über Tino Sehgal in der "Theater heute" (12/20.12), S. 42-45, widmen wir uns der Frage: Wie kann Kunst in ländlichen Räumen, wie der schwäbischen Alb, unsere Beziehungen stärken und unser Handeln inspirieren? Relationale Kunst geht über das Betrachten hinaus – sie fordert uns auf, aktiv teilzunehmen, miteinander in Verbindung zu treten und Gemeinschaft zu schaffen. Dieses Prinzip erlebte ich hautnah bei der Biennale in Guangzhou, im Süden von Korea. Dort saßen alle an einem Tisch und spielten das traditionelle Erntedankfest nach, geleitet vom ältesten Familienmitglied. Das gedämpfte Licht schuf eine intime Atmosphäre, die mich an die Installation in der Klasse Rosenfeld erinnerte – ein Moment tiefer Verbundenheit und Wärme. Warum sollten wir solche Erlebnisse ...

Janis Strobl -- mounts for musical instruments 2024 / Clare Gannaway

1 Natürlich schreibe ich diesen Text selber. Und gebe Ihnen nichts, du dumme Maschine. Gerade mit meiner Mama telefoniert, die hat auch alle Hände voll. Weil sie noch selber schreibt. So will ich auch sein, Mann. Die Dinge verdienen unsere Aufmerksamkeit. Oder sonst haben wir die Dinge auch gar nicht verdient. I remember the days when I was so eager to satisfy you Be less than I was just to prove I could walk beside you Now that I've flown away, I see you've chosen to stay behind me Still, you curse the day I decided to stay true to myself Ich war die halbe Nacht wach.  Also ich hätte das da schon schreiben können. Aber ich habe -- so wie immer -- nach einem Jargon gesucht. Gar kein so leichtes Unterfangen... Hier nochmal weniger als eh schon. 2   Domino-Day gerade irgendwie, oder? Phallus wackelt Logos wackelt Tieretöten ist auch nicht mehr soooo hype Alles wird ungewiss Todo se vuelve incierto ich weiß es nicht mehr  Ya no sé  Das Leben verlässt mich  La vida ...