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Warum man Catcalling nicht verbieten sollte / Mediation / Knossi / Petition

Das Menschenwesen, das aus blinder Wut gegen das Patriarchat die Petition einreichte Hatte sich mit der Rechtslage nicht auseinandergesetzt.  Sagt Till. Und der hat Zeit zu denken und den Mut, das Schweigen zu brechen. Und sie war überdies zu deppert, Owis und Straftatbestände auseinanderzuhalten. Heißt aber nicht, nur weil sie ohne Verstand handelt, wie ein Wutbürgerin, dass sie kein Recht hat. Die Frage aber bleibt: Wo kommen wir hin, wenn wir in einem Gemeinwesen alle hysterisch mit dem schärfsten Schwert schwingen? Wenn wir Dialog ersetzen durch Wut. Wenn wir eine Adhoc-Panik als Ultima Ratio kodifizieren?  Ich würde sagen, wir landen dann in einer illiberalen, feindseligen Gesellschaft.  Wer das will. Ernsthaft will. Ist fraglich. Bleibt fraglich. Was es zu wollen gibt, also tatsächlich, ist möglicherweise eine sanfte Reformierung des patriarchalen Denkens. In uns allen. Peut a peut Wenns zu sehr wehtut- alles wieder auf Anfang.... / Wirklich nur ein bescheidener...

Sachzwänge / Protestformen / Fear Porn /

https://twitter.com/WasIstHierLos7/status/1536069542065188865?s=20&t=O8jZkRGZ8XoCvxLp-zPPpQ Wie tief kann ein Minister sinken, titelt die BILD und zeigt Habeck, wie er vor dem Scheich kniet. Heidegger meldet sich aus dem Grab und spottet über seinen alten Kumpel Schröder: „Es gibt gar keinen grünen Wasserstoff, meint er.“ Das klingt nach: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Sachzwänge. Sind vielleicht Zwänge, die von einer Sache ausgehen. Zum Beispiel ein Tier, das von der Leine gelassen wurde und uns in unsere Achillesferse beißt. (Ja, Tiere sind keine Sachen, aber sie werden sprachlich von mir jetzt mal so behandelt). Oder sind, wer weiß das schon so genau, Zwänge, die der Mensch fühlt. Quasi als Trägermedium, die sich aber nach den Sachen richten. Frei nach dem Motto: Geld stinkt nicht. Wer volle Steuertöpfe möchte, aus denen die Kulturschaffenden schlabbern können, und die Bundeswehr und alle anderen mittleren Helden in unserem Gemeinwesen, der muss die Rezession scheue...

on antagonism (Wolfram Lotz: Politiker) Vollversion

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Wenn die Politiker "die da oben" sind -- wer sind dann wir? Abbildung eines Propagandaplakats aus der Ukraine aus Zeiten vor Selenskyj (der von Oligarchen finanzierte Mann aus dem Volk)   Also ich kannte diesen Wolfram Lotz aus dem Literaturstudium als Neo-Realisten, oder so ähnlich. Dachte, er wäre in einem Atemzug zu nennen mit Schimmelpfennig und so. Ich weiß, dass er mal so eine Joseph Conrad -Überschreibung gemacht hat (lächerliche Finsternis), die ich ganz cool fand, und irgendwie witzig. Ist aber alles ganz schön lange her. Seitdem hat sich einiges geändert, offenbar. In der Welt, wie auch in Lotzens Poetologie, so scheint es mir. Wenn man nun, wie ich es zu tun pflege, gänzlich unvorbereitet in den Abend an den Kammerspielen startet, fährt es einem erst einmal durch Mark und Bein. Umtechnisch gesprochen war mein initialer Gedanke: Wird das wieder so eine bedeutungsschwangere Kunstkacke wie der Heldenplatz-Abend? Na dann gut' Nacht. Ich geh heim. Aber dann kommt ir...

Einmal abkotzen bitte (über Falk Richters Heldenplatz-Abend)

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Einmal abkotzen bitte (über Falk Richters Heldenplatz-Abend) Es gab jüngst eine Theaterkontroverse, die sich an einer Münchner Inszenierung entzündete, bei der angeblich auf unsensible Weise besetz worden ist. Nachtkritik hatte einer empörten Zuschauerin, die selbst in der Theaterszene unterwegs ist, einen Leserbrief "aus der Hand gerissen" und veröffentlicht. Seither rumort es an der betreffenden Institution und man unternimmt panisch Feigenblattmoves um ein zweites " D üsseldorf" zu verhindern. So wichtig diese Form der Debatte, die sich auf einzelne Zeichen oder Komponenten der Inszenierung oder den Probenprozess kapriziert auch sein mag, sollte dabei dennoch nicht die Inszenierung als eine semiotische Kette aus dem Blick geraten. Sprich: ein subventioniertes Kunstprodukt sollte nicht allein daran gemessen werden, wie korrekt es ist, sondern auch und vor allem in seiner Wirkweise beschrieben werden, die sich aus der Aneinanderfügung von Zeichen ergibt. Dessen W...

Hungerkünstler

Es wird ja viel gemeckert im Fachbereich 10 an der Goethe-Uni. Überall sitzt die Macht und der Kapitalismus und will uns das Leben verbieten. Dann schaut der Security-Mann immer in die Seminarräume, um zu kontrollieren, ob dort auch wirklich gearbeitet wird, man ist unter ständiger Beobachtung der BIO-MACHT. Igitt. Das beste wäre zurück nach Bullerbü, wo es gratis Dosenbier gibt und Snacks für alle. Man muss nicht arbeiten, aber es gibt lange Performances, wo die Leute sich gegenseitig anfassen (ich meine auch das Publikum) wodurch man seine Sexualität sublimieren kann, die man sonst komplett suspendiert (weil diese wiederum von der Bio-Macht einverleibt worden ist und als solche etwas BÖSES) und es gibt Diskussionen . Tief einatmen. Das ist dem ewigen Studenten täglich Brot. Das nährt ihn am meisten. Das ist seine Speise, die er liebt. Ansonsten ist er allergisch gegen alles. Wichtig ist aber, dass auch diese Diskussionen schadstoffarm sind. Glutenfrei, vegan, nachhaltig, regional, oh...

Bericht aus einer Akademie

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Es sitzt einfach da. Und wartet. Auf seinen Termin beim Artzt? Ist es schwanger? Es reibt sich zumindest auffällig oft den Bauch. Tippelt mit den Sneakers (die Performerin hat kleine Füße. Ist sie in ihrem Vorleben ein niedliches Eichhorn gewesen?)  Man fühlt sich an die Arbeiten von Phillipe Quesne erinnert. Die Ästhetik des Spektakels. Nur als Kippfigur . Als Inversion. Wir schauen dieses Wesen an (ein Riesen-Eichhörnchen) und fragen uns die ganze Zeit: "Passiert hier noch was"? Irgendwann nach zehn bis zwölf Minuten gibt man auf und fängt an, die eigene Atmung zu beobachten. Und die anderen Leute im Raum. Oder die eigene Sucht nach ständigem Stimulus zu hinterfragen. Das flauschige Wesen scheint sich an unserer Anwesenheit aber auch nicht stören. So warten wir gemeinsam weiter. Auf verschiedene Ereignisse. Aber wenigstens gemeinsam. Schön angesiedelt ist diese Performance der Kostümbildklasse Brack in einem entlegenen Stockwerk, direkt neben dem Raum mit dem Webstuhl  Lin...

on moralism

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  Wir wissen ja von Foucault, dass es nicht so tragisch ist, junge Knaben für Sex zu bezahlen. Alles andere wäre auch bürgerlich. Wer würde uns diese Sachen diktieren wollen? Der herrschenden Meinung gegenüber sind wir ohnehin skeptisch . Aber jetzt auch noch Rousseau?!?!? Ich falle aus allen Wolken wie die Opfer vom Tinder-Schwindler. Man sieht doch allein an dem Namen, dass das ein Edelmann ist. Und er hat so kluge Sachen geschrieben über Erziehung. Die Bude reformiert wie Ursula from the Block. Ein Philosoph. Ein Moralist. Wir weigern uns das zu glauben. Dennoch ist es wahr !