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Dokumenta 14 in Kassel

Kleine Sketche zum Nachspielen auf Partys 1 Der Streik Szymcyk: Na was ist denn hier los? Arbeiter: ( möglichst gleichzeitig ) Wen meinen Sie/ Was meinen Sie/ Unwissenheit ist eine Tugend Szymcyk: Na warum esst Ihr denn hier Wurstbrot und trinkt Bier am Feierabend? Arbeiter: Wir sind die Multitude, die eine transformative Erfahrung schaffen, jetzt aber sind wir von den unbezahlten Überstunden ganz geschafft! Szymcyk: Spannend. Ich sehe schon. Wir vergessen alles, was wir bisher über Ausstellungsveranstaltungstechnik wissen! Arbeiter: (einstimmig) Jawohl, Chef! 2 Das Radio 1 Frau im Funkloch: Dreh das leiser, Das rauscht. 2 Frau im Funkloch : Was? 1 Frau im Funkloch: Dreh das leiser, Das rauscht! 2 Frau im Funkloch : Das ist eine Klanginstallation zu nekropoitischen Ansätzen in diesen            neoliberalen Zeiten heteronormativer Kriegspolitik! 1 Frau im Funkloch: Dreh das leiser, es rauscht. 3 In der Schule Schüler: Lehrer: Direktor...

Seifenoper in drei Aufzügen

Überschrift: Im Namen des Parthenon Unterüberschrift: Die Dokumenta 14 in Kassel. ( K )Ein Verriss Zitat: "Man sieht ganz viel, dass man nur verstehen muss, um es zu verstehen." Zum Beispiel ist ein Vorhang aus Schädeln nicht ein dekadentes Muskelspiel (des Künstlers und somit Sinnlichmachung der neoliberalen Made-im-Speck:Dispositiv:Kunstmarkt) wie wir es von Damien Hirst kennen, er ist kein Kater am Morgen nach der Feier, der die fleischlichen Freuden huldigt, wie eine bekannte Performance von Carolee Schneemann, er lässt kein Türchen offen, dafür, dass in uns etwas kippt und unser Blick, der Begegnung mit der vom Kunstobjekt erzählten Welt ist, in seiner Limitiertheit uns selbst vor Augen tritt. Der Vorhang ist der pure moralische Appell. Unser Blick wird von dem vor uns hängenden Objekt nicht gekippt, im Gegenteil, er wird auf einer nahtlos funktionierende Achse an die Beschreibungskarte an der Wand daneben verwiesen. Eine automatische Rufumleitung. Bei Anruf Erkl...

Theater: Virtuelle Revolutionen (Artaud) / Kritik kann als eine auf die Ebene des Verfahrens verschobene und somit verratene Revolution verstanden werden (Avanessian nach Carl Schmitt)

Wir stinken nach Kaffe, unter unseren Augen Ringe, wegen den 4 Stunden Schlaf, auf die wir uns eingependelt haben. Ohnehin sind wir Pendler. Pendeln von dem Raucherbalkon zu dem heiligen Ort, an dem der Urschrei des Menschen hörbar wird. Wir pendeln, aber nicht wie Siemensagestellte sondern von einem extrem ist andere. Den Smoothie im Mixer, unsere Brüste entblößt, führen wir das Wort Ensemblenetzwerk im Munde, als würden wir fruchtbringende Gesellschaft sagen oder Geheimbund , immer ein Ort, an dem unsre Marginalisierung aufgehoben, unsere Körper gegen die Löwen verteidigt werden, an dem wir aus Zeitgründen aber nicht sein können. ich muss los, ich habe Liederabend, ich muss los, ich habe Kostümprobe, ich muss los, Erbsen essen. In die Ecke pisse ich ich nicht, doch ihr könnt an meinem Körper den Wahn vollziehen, den Ihr nie hattet. Weil Ihr aus dem Fenster schaut, die Siemenswerkestation kommt bereits, Ihr müsst Aufstehen! War da ein weinen, ohne dass Ihr es bemerkt habt?

Neues aus der Türkei zu Hause / Fehlercode 403

Ankara Sie werden schuldig gesprochen werden, Sie werden schuldig gewesen sein, Sie werden durch Sprache von mir zum Schuldigen erklärt, Sie werden schuldlos schuldig gesprochen werden, bevor etwas geklärt ist. Sie werden sich erklären, wenngleich zwei Stunden die Woche nicht viel ist, wir werden das nicht verhindern, aber mit der Isolation Sie meinen, Sie persönlich. Deniz nimmt die Vordertür Recherche Meine Mutter ist Ruanderin, und Sie müssen wissen, dass ein Radiosender in Ruanda die Stimme der Autorität ist. (Aus: Milo Rau: Hate Radio) Freiburg Könnten Sie vielleicht aus meine Sicherheitsgründen diese Interview aus dem Netz rausholen?  mit den besten Grüssen http://freistuz.scutze.de/2016 /02/twittern-gegen-die-regie rung-ein-interview-m it-s/(/(%-g)=/(/(%$/

Email aus der Reihe: Was kann Theater eigentlich alles nicht? Eigentlich alles

 Poster und Leuchtzeichen von Kolonialausstellungen, die Metrostation "Stalingrad" und der ständig von den Live-Kameras eingefangene Backstage-Bereich mit Doppelstockbetten, Kochgelegenheit und Klamottenausgabe wie im Flüchtlingsheim macht deutlich, dass es hier auch um einen politischen Kommentar geht. (zitiert nach: https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/03/faust-castorf-abschiedsinszenierung-volksbuehne-berlin-premiere.html) Oder macht das vor allem deutlich, dass @FranzCarstorff das Genre des Politischen Kommentars zitiert? Ich kenne Kommentare als Prädikationsakte, also einem Aussagen über  eine Sache. So wie: "Europa ist die perfekte Welt, in der es kein Unrecht gibt"

neue Reihe: Unmenschen bei Maischberger. Die Kulturkritik kulturloser

"In dem Stück durfte ich entscheiden, wie es ausgeht!", Jonas, 4 Jahre Dedi Baron überträgt im Landestheater Salzburg Ferdinand von Schierachs Terror auf die Bühne   und macht sich dabei mitschuldig Liebes Tagebuch, ich fand das voll richtig, dass der Pilot das Flugzeug abgeschossen hat. Stell Dir doch mal vor, hättest Du lieber 3 Äpfel in deinem Apfelkuchen oder 5 Birnen? Hättest Du lieber 5 Syrer als Deine Nachbarn oder 3 Italiener? Ich habe gehört, die Syrer setzen sich in Ungarn in den Schnee um sich von der anstrengenden Reise zu erholen, auch die Kinder, verrückt oder? Genau wie die Finnen nach der Sauna! Und dann außerdem hat der vor Gericht geweint. Das war dem wirklich arg, ich meine der hat sich kurz vorgestellt, wie es gewesen wäre, seine Frau und Kinder wären in dem Fußballstadion gewesen und hätten einem Schaukampf zugesehen, während er im Kampfjet sitzt und sich in ihm ein wahrer Kampf entbrennt. Wen mag ich jetzt lieben und wenn ja wie viele? Manchmal ...

rancieres weisheiten leichtgemacht

kunst. oder: wenn du sie verkaufen kannst, ist sie keine mehr Athen  Liebes Tagebuch, heute haben wir an einem Autobahnzubringer einen Offspace in Athen besucht. Es war schwer zu finden und direkt neben einem Puff. Dann wurden wir durch eine Drehtür eingeschleust und von fünf gutaussehenden Empfangsleuten nach unserem Ziel gefragt. Dann haben wir den Namen der Performance genannt und sind mit dem Aufzug und einem Sicherheitsmann in den dritten Stock gefahren worden. Oder war es der fünfte? Drinnen durften wir keine Handyaufnahmen machen und wurden ständig von dem Einlasspersonal beäugt. Das waren zwei gut aussehende Frauen mitte dreißig. Eine blond und eine brünett. Auf der Bühne wurde viel Provoziert. Es wurden auch wichtige Themen angesprochen. Frauenrechte. Sexualität unter Kindern oder Geschwistern. Ehebruch. Aber man hat es nicht verstanden. Später wurde ich dann von der Einlassdame gefragt, ob ich überhaupt achtzehn gewesen bin. Ich habe gelogen und ja gesagt. Dann h...