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on blm

Ein Essay Ich solle doch morgen nicht einen Kaffe mit Freunden trinken gehen, sondern mich stattdessen in Projekten und Bewegungen engagieren. Er sei in seiner alltäglichen Praxis als Firmenchef antirassistisch, weil er "streng nach Eignung" die Stellen vergebe (nicht nach verpönten Kriterien). Der Eignungsbegriff allerdings sei ihm fremd, weil er den "tatsächlichen Rassismus" bemäntele. Außerdem vertraue er darauf, dass der alltägliche Rassismus sich von selbst erledige, weil "diese Leute" aus einer rassistischen Firma ja einfach in eine andere wechseln könnten "wo das Klima stimmt". Es gelte vor allem marginalisierten Gruppen "zuzuhören". Was aber nicht erreicht werde, indem man diese Leute beim Bäcker anspräche, sondern, indem man sie in seinem Freundeskreis habe, wie er, er treffe morgen eine "Schwarze Person". Wer mit solchen Personen nicht in Berührung komme, sei nach seiner Ansicht "erbärmlich". Die Frage, wie...

Editorial

Liebe LeserInnen, Unsere Leser*innenzahl hat in den letzten Tagen drastisch zugenommen. So wie Britney Spears, als sie nicht mehr Fame war. Das freut uns sehr und bestätigt uns darin, dass die Neuausrichtung der Redaktion bei der LeserInneschaft auf Zuspruch stößt.  Wir wollen uns weiterhin breit aufstellen und freuen uns auf Vorschläge von eurer Seite In dem Redaktionspad, das ich hier mal für Euch gelaked habe, stehen folgende Ideen: a) junge Poesie aus Indien b) Ein Interview mit dem Hungry-Eyes-Festival (FFM) c) Ein Interview mit einer Frankfurter Performancekünstlerin, die feministische und kolonialismuskritische Projekte macht d) Theater / Kritiken: SCHWARZER BLOCK von Kevin Rittberger e) Essay: on victims / Black Life Matter und Hobbes f) Gesellschaft: 4Chan und andere Kloaken (feministische Kritik) g) Medien: Theater dekolonisieren Damit ihr nicht weiterhin mit den Füßen abstimmen müsst, haben wir gedacht, dass wir die Kommentarspalten (auch anonym ansteuerbar, für jene, di...

swoosh lieu

Es wurde Zeit (poetologisches Poem von HengaM Y-G. in Reaktion auf eine Performance A Room of Our Own – Vorstellung für Browser:in und variables Publikum ) Es wurde wirklich mal Zeit Dass endlich jemand darauf hinweist, das Theater kein geteilter Ort ist. Ich meine  schaut es euch an. Schauspielschulen machen Gretchen wie GameStop Finanzkrisen Deutschtümelei am laufenden Band Uniprofs sind weiße heterosexuelle PietistInnen Nennt mir eine Ausnahme Das weiß jeder* Und keiner redet drüber  oder verändert das Ihr schon Die Performance hat mich sehr beeindruckt Insb. als Frau of Couleur  war ich endlich mal mitgemeint Danke Euch SWOOSH, dass ihr Eure Stimme für mich erhebt Denn ich selbst habe (fast) keine Meine Mama hat keine

Editorial - Allianzen Gründen

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 Als Praktikantin in einer Redaktion  Ein Editorial schreiben zu müssen  keine leichte Aufgabe  aber es Ist auch eine Ehre   Weil man sollte man nur Kaffee kocht und sich von alten Männern begrabbeln lässt. Mal hier und da ne Recherche. Aber was man rausfindet, interessiert sie nicht wirklich.  ***  Wir haben uns viel vorgenommen, dieses Jahr, und seitdem sich der Wind ein wenige gedreht hat, intern, so habe ich das Gefühl, wird aus den bescheidenen Plänen ein richtiggehender Enthusiasmus. Eine Aufbruchsstimmung (intern habe ich heute in der Konferenz scherzhaft vom arabischen Frühling der Släm-Schläm-Redaktion gesprochen...) Natürlich. Wir sind noch nicht da, wo wir wollen. Wir haben null Abonnenten. 50 tägliche Leser*innen, die wir gar nicht kennen (es beginnt. Die ersten Zusprüche trudeln ein, aber: Wer seid Ihr? Was macht Ihr? Was interessiert Euch so?) Aber wir sind wild entschlossen, den Diskurs mitzuprägen. So wie Bibi. Wir planen eine Serie zu...
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    Wenn man als Frau liest Davon bin ich überzeugt Dann liest man anders als die männlichen Mitbürger Als ich  Brüste und Eier  gelesen habe, hab ich mir gedacht Wow. Das ist Literatur Endlich geht es mal UM UNS !! Ich hab mich als Frau gemeint gefühlt, also nicht nur irgendwie mitgemeint, wie in jedem scheiß Gesetz, wo es noch immer nur die männlichen Formen gibt. Nein, wir haben eine Stimme. Zeit sie zu erheben! Aber eins nach dem anderen. Nachdem mir meine Exfreundin OCEAN VUONG empfohlen hatte, habe ich den ganzen Sommer eigentlich mit ihm verbracht. Alles gelesen. Diese ungeheuer sensitive Art Situationen zu beschreiben... Wundervoll. Als ich dann mit Kawakami begonnen habe, war ich erstmal enttäuscht. Irgendwie keine Handlung, viel BlaBla. Aber das zweite Drittel des Buches ging dann richtig steil. Auf einmal lernt man die Welt dieser Verleger kennen. Und dass dort eigentlich alle einen Kinderwunsch haben und unterdrücken. Das finde ich geht in der momentanen ...

Brüste und Eier _ Mieko Kiwakami (Entwurf)

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  Skizzen des geschiedenen Autors, der jetzt hoffentlich tot ist Bulletpoints abhaken Der Punkt wo der Diskurs bricht und die Figuren hölzern werden "Marionetten" des Realismus (Woyzeck) Hat EMMA so schon vor 40 Jahren gemacht Illusion, man könne ohne Sex. Als Mann gibt es das nicht Multi-Kulti-Hype / Das gehört in den Kanon von 14jährigen, Instagramm-Emanzen

Editorial : Aufräumen in der Redaktion

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  Liebe Leserinnen und Leser, wir haben uns entschlossen hier ein wenig aufzuräumen. Wir haben ein paar Alte Bücher verbrannt Krebsgeschwüre bestrahlt Und Frisch ans Werk. Falls Sie in Zukunft Beiträge und Fragen einsenden mögen, dann hat sich die Emailadresse im Header geändert. Gerne können Sie alle Fragen und Anregungen dort loswerden. Die Redaktion bemüht sich in Zukunft auch zunehnemend um politisch korrekte Sprache. Machen Sie uns auf kleine Lapsusse gerne aufmerksam! Auch erwarten wir dasselbe Verhalten von Ihnen, wenn Sie LeserInnenbriefe schreiben. Nennen Sie uns auch gerne Ihr Pronomen. Wir finden Pronomen sind wichtig Pronomen sind Omen Ihre Chefredaktion