Über Vermietern II (für Jana 100)
Diese Vermieterin. Schwer über sie zu schreiben. Sie entzieht sich immer. Und das ist auch richtig so. Was soll da ein männlicher Autor anrichten, der obsessiv die dinge ordnen will? Der gehört und gesehen werden will. Denn das ist die Krux. Gehört werden reicht ihm nicht. Er möchte selbst vorkommen in der Schmierenkomödie. Aber eine Sache weiß ich. Ich weiß um ihre Idee mir dem Glockenspiel. Heißt das so? Diese Spieluhren, die Kinder bekommen. Ich vermute, was die Vermieterin an der Spieluhr so angetan hat ist folgendes: Jeder Metallstab steht für ein potentielles Erlebnis, das Laut klingt. Eine Erfahrung, die das Leben bereichern kann. Es fühlbar machen. Es war an einem Novembertag, als die Vermieterin verdonnert wurde, Lampen und Nippes aus der Wohnung ihrer Mutter auf den Dachboden zu tragen. Dort wo sprechende und schweigende Objekte koexistieren. Doch in der Schachte neben den Gerichtsakten (Unterhaltssachen!) -- ein profanes Stück pappe mit einem Umzugsunternehmen dar...